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PREISE UND AUSZEICHNUNGEN

Wolfsbrot
Die besten Sieben, Deutschlandfunk Juni 2017
Die besten Sieben, Deutschlandfunk Juli 2017
LesePeter August 2017

Annabella Klimperauge
Die besten Sieben, Deutschlandfunk 2002

Bei drei auf den Bäumen
Die besten Sieben, Deutschlandfunk 2010
Kröte des Monats März 2010
Auszeichnung im Rahmen des Österreichischen Staatspreises für Kinder und Jugendliteratur 2011

Die Weihnachtsgeschichte
Die besten Sieben, Deutschlandfunk 2013
Religiöses Buch des Monats Dezember 2013

Vom Anfang der Welt
Kröte des Monats April 2011
Religiöses Buch des Monats August 2011
 
PRESSEMELDUNGEN

Wolfsbrot
Kunstanstifter, 2017

Es ist früher Morgen und stockdunkel, noch fast Nacht. Es klirrt vor Kälte, und der Krieg ist erst gerade vorbei. Er muss in die Schule. Zu Fuss durch den Wald. Und zwar allein, denn die Kinder vom Nachbarhof sind krank. Wenigstens gibt ihm seine Mutter ein grosses Wurstbrot mit auf den Weg. Als Trost. Den wird der kleine Bub brauchen. Denn sein Weg wird für ihn zu einer Prüfung. Und das Wurstbrot hilft ihm, sie zu bestehen. Aber eigentlich besteht er sie selber, ganz allein.

Wie ist das denn eigentlich, wenn wir Angst haben? Kommt Angst von aussen über uns? Oder tragen wir sie in uns drin? Wissen wir immer genau, wovor wir Angst haben? Wie verschwindet Angst? Nimmt sie uns jemand weg? Und die, vor denen wir Angst haben – haben die auch Angst? Das Bilderbuch «Wolfsbrot» stellt diese Fragen auf eindringliche, subtile Weise. In Ulrike Möltgens Bildern ist die Nacht dunkel und der Wald tief. Aber so düster die Figuren sind, die sich aus den Schatten lösen, so verletzlich sind sie auch. Zuerst fühlt sich der namenlose Bub wie die Katze vor der Maus. Aber am nächsten Tag wird er sich wieder auf den Schulweg machen. Und zwar ohne Wurstbrot. Denn satt macht so ein Wurstbrot nicht.
Thomas Ribi, Neue Zürcher Zeitung, Februar 2017


Milli Hasenfuß
Kunstanstifter, 2016

Die Illustratorin Ulrike Möltgen hat aus gefärbten Transparentpapier-Schnipseln vielschichtige Landschaften geschaffen. Die Collage-Technik verleiht den stimmungsvollen Bildern dabei etwas seltsam Zufälliges. In der Struktur des Gesamtbilds ergibt dies einen Effekt, als würde man Zeuge eines Naturereignisses, das zwar Regeln gehorcht, aber keine Wiederholungen kennt – wie die Wellen im Meer oder das Blätterdach im Wald.
Sieglinde Geisel, Neue Zürcher Zeitung, August 2016


Die Entstehung der Gürteltiere
Peter Hammer, 2014

Ulrike Möltgens Bilder sind von überschiessender Energie – man kann den dampfenden Dschungel mit Händen greifen in diesem Karneval der Farben, Formen und Materialien. Für die aufwendigen Collagen verwendet Möltgen verschiedene Sorten Papier, pastose Farben und Schnüre. Durch die Farbintensität gerät jedes Bild zu einem Blickfang, und tatsächlich ist man nach dem ersten Blick gefangen. Ulrike Möltgen fordert die Betrachter auf zu einem ebenso verwirrenden wie beglückenden Tanz der Vorstellungskraft. Diese Bilder wollen entschlüsselt werden: Nach jedem Umblättern erzählt das Bild die Geschichte aus einem neuen Blickwinkel weiter.
Sieglinde Geisel, Neue Zürcher Zeitung, Juli 2014

Eine humorvolle Urwaldgeschichte in expressiven Farben und großem Format – so verbinden sich Rudyard Kiplings Text und die Bildwerke der Künstlerin Ulrike Möltgen zu einem berauschenden Spektakel, das zum wiederholten Betrachten und Anhören einlädt. (...) Die Künstlerin Ulrike Möltgen hat Kiplings Geschichte kraftvoll in Szene gesetzt. Ihre Illustrationen – großformatige expressive Papier- und Materialcollagen, die um malerische Elemente ergänzt werden – entstehen in aufwändiger Handarbeit. Die wilden Scherenschnittelemente erinnern an Matisses Spätwerk. Die Bilder werden anschließend vom Verlag abfotografiert und am Computer gelayoutet. An den Bildern zu Die Entstehung der Gürteltiere hat Möltgen ein halbes Jahr lang gearbeitet (Siehe den Fernsehbericht des WDR über die Illustratorin unter https://www.youtube.com/watch?v=TjAEf2xDm_k [Stand: 02.04.2015]).
Diesen langwierigen aber lustvollen Entstehungsprozess sieht man den Reproduktionen an, die sich Plastizität und Verspieltheit erhalten haben. Die Bilder fordern den Leser heraus, indem sie ihn nach den aus einzelnen Elementen zusammengesetzten Tieren suchen lassen. Zugleich sind sie voller Kraft, jedes Bild für sich ist ein Kunstwerk, das mehrere Ebenen und Einzelszenen beinhaltet. Glücklicherweise hat der Peter Hammer Verlag diesen Bildern durch die Wahl eines übergroßen Formats genügend Raum verschafft und sie in einer hervorragenden Druckqualität wiedergegeben.
Mirijam Steinhauser, Wissenschaftliches Internetportal für Kindermedien und Jugendmedien

Der Text ist stets auf nur einer Seite angebracht, sodass die Illustrationen einen großen Raum in Anspruch nehmen. Der Fokus wird dabei auf die einmalige, überragende und großflächige Darstellung gerichtet. Die Illustrationen von Ulrike Möltgen erinnern an eine Collage, da sich die Bilder aus unterschiedlichen Materialien zusammensetzen. Es macht den Anschein, als ob sie aus mehreren Lagen bestehen würden. Sie verwendet zum Teil dicke Pinselstriche, Farbkleckse, verschiedene Techniken wie beispielsweise die Spritztechnik, aber auch andere Materialien wie Papierstreifen, Faden oder Schnüre, ausgeschnittene Kreise und viele weitere. All ihre Illustrationen sind sehr farbenprächtig und kontrastreich. Durch die Collagendarstellung entdeckt der Betrachter auch nach mehrmaligem Anschauen immer wieder neue Details. Somit ist dies ein Bilderbuch, welches öfter zur Hand genommen werden kann. Beim genauen Hinschauen sind auch die facettenreichen Ausdrücke der einzelnen Tiere ersichtlich. Es bietet stets neue Erkenntnisse sowie auch Anregungen zum Kreativwerden und regt die eigene Phantasie an. Jede einzelne Seite ist so unterschiedlich, sodass das Buch sehr abwechslungsreich ist und den Betrachter immer wieder aufs Neue überrascht. Die Illustrationen verleihen dem Buch einen ganz besonderen Wert und lassen es dadurch deutlich abheben.
Julie Kübler, Leser-Welt


Karneval der Tiere
Annette Betz, 2014

Dieses in altbewährter Art aufgebaute Musikbilderbuch besticht durch die außergewöhnlichen, bildgewaltigen und farbenfrohen Collagen von Ulrike Möltgen sowie einer kreativen grafischen Gestaltung des Textes. Ein Gesamtkunstwerk!
3sat Kulturzeit

Bereits 2002 erschien das erste Musikbilderbuch "Der Karneval der Tiere" (mit Begleit-CD) von dem österreichischen Musiker (und Erzähler) Marko Simsa im Annette Betz Verlag. Doch nun ist dem Verlag eine herausragende "Neuauflage" gelungen mit der Neueinspielung der Musik von der Camerata Wien (2013) und den Phantasie anregenden Illustrationen von Ulrike Möltgen (siehe auch Die Weihnachtsgeschichte). Während die Kinder (und Erwachsenen) der wunderbaren klassischen Musik und der kindgerechten Geschichte lauschen, können sie in den bunten Collagen aus Papierschnipseln, Wollfäden, Buchstaben und Zahlen immer wieder neue Bezüge entdecken und ihren Gedanken freien Lauf lassen.
Bilderbücherwurm, Januar 2015

Ein weiterer, absoluter Höhepunkt sind die außergewöhnlichen Illustrationen, die Klang und Schwung der Stücke aufzunehmen scheinen. Es sind farbenfreudige, mit vielen Blickelementen versehene Bilder. Sie wurden in einer aufwendigen, traditionellen Collagen-Technik entwickelt. Beim genauen Hinschauen sind Schnüre zu entdecken und verschiedene Papiere. Die Bilder laden zum Entdecken ein. Immer begibt sich der Betrachter auf die Suche, um den Auftritt der Löwen, der Schildkröten, des Elefanten, der Hühner und aller anderen Tiere mitzuerleben. Auf den ersten Blick fühlte ich mich an Gemälde der Klassischen Moderne, etwa an Kandinsky, erinnert. Aber es ist gerade der eigene Stil der jungen Künstlerin Ulrike Möltgen, der bei diesem Buch fasziniert.
Rezension zu der Ausstellung in der Villa Herrmann, Januar 2015


Die Weihnachtsgeschichte
Sauerländer, 2012

Zu etwas Besonderem wird der Text durch die grandiosen Collagen. Die Künstlerin ist auf Motivsuche gegangen, wollte an Traditionelles anknüpfen: in der Renaissance für das Muster des Kleides von Maria, der Freskenmalerei und bei Fra Angelico, der seinerzeit die Klosterwände bemalt hat. „Das Konzept - Collagen und rote Scherenschnittvignetten - und die Farben stehen fest, bevor der Kampf mit dem Material beginnt. Meine Originale sind über einen Meter lang. Alles muss ausgeschnitten werden und so wirken, als ob es schon immer zusammen gehören musste,“ so Ulrike Möltgen. Dabei beeindruckt die Druckqualität des Bilderbuches. Die aufeinander geklebten Papiere der Häuserfassaden auf dem Marktplatz von Jerusalem sind ebenso gut dreidimensional zu erkennen wie beispielsweise das Nähgarn, das als Schaffell fungiert.
Buchmarkt, Antje Ehmann

Die Illustrationen verleihen dieser besinnlich-glanzvollen Fassung der Weihnachtsgeschichte noch mehr Tiefe und Facettenreichtum: traditionelle Darstellungsweisen (die teils an Kirchenmalereien erinnern) werden durch moderne Stilelemente angereichert und teils im Detail auf humorvolle aber niemals ungebührliche Weise gebrochen. (...) Auf der Textebene zielen die banalen Details auf diese „Fleischwerdung“ und selbst wenn Gott überlegt, wie er es denn nun am besten bewerkstelligen soll ein Kind zu bekommen, und Maria irritiert fragt, „wie soll das denn gehen?“ wird nicht an dem Glauben gerührt. Die Bildebene ist hier – obgleich sie auf den ersten Blick sehr traditionell daherkommt – schon wesentlich ambivalenter und in einzelnen Momenten geradezu frech. Die Kongenialität von Autorin und Illustratorin ist es auch, die diese Kinderbuchfassung der Weihnachtsgeschichte zu etwas ganz Besonderem macht.
Kinderbuchcouch, Anneka Esch-van Kann, Ausgabe 10/2014


Bei 3 auf den Bäumen
Sauerländer, 2010

In plakativer Collagentechnik und leuchtend bunten Farben wird in dieser humorvollen modernen Fabel der Dschungel mit seinen Bewohnern auf beeindruckende Weise lebendig.
Ulrike Schultheis, Süddeutsche Zeitung, April 2010