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PREISE UND AUSZEICHNUNGEN


Mama und das schwarze Loch
Dixi-Kinderliteratur-Preis für Illustration 2013

Romulus Candea Preis der Kinderjury 2014

Willi Virus
Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2016

Shortlist - Bestes Wissenschaftsbuch des Jahres 2016

Die 100 Besten - Neue Kinder- und Jugendbücher 2015

 
PRESSEMELDUNGEN

Mama & das schwarze Loch
Tyrolia 2015

In "Mama & das schwarze Loch" muss Adele das Leben mit ihrer Tochter Lotti im Alleingang schupften. Papa ist schon lange nicht mehr da, nur ein Bild von ihm ist geblieben. Auch das gesamte Geld soll er mitgenommen haben. Kein guter Mann! Adele schupft das Leben mit ihrer Tochter Lotti im Alleingang. Sie arbeitet für eine Werbeagentur, kümmert sich um den Haushalt und lernt mit ihrer Tochter. Abends ist sie "oft so müde, dass sie bereits eingeschlafen ist, bevor die Nachrichten im Fernsehen zu Ende sind. So läuft es jeden Tag", heißt es im Kinderbuch von Leonora Leitl, welches sich dem Leben einer Alleinerzieherin widmet. Und einem schwierigen Kapitel: Burnout nämlich.
In Mama & das schwarze Loch (für Kinder ab fünf) beginnt Adele zu brennen und verschwindet in einem Loch. Die Oma rückt mit Heilmitteln an, aber es hilft nichts. Erst ein Feuerschlucker weiß Rat: "Jeder Mensch trägt ein Licht in sich - wie eine Glühbirne. Auch deine Mama, Lotti. Doch sie ist ausgebrannt", sagt er der Tochter. Leitl erzählt ihre Geschichte vorsichtig mit eindringlichen Bildern und zeigt, was Überlastung bedeutet und wo sie hinführen kann. Ein Buch, das für Verständnis wirbt.
derStandard, Mai 2015

Lotti lebt alleine mit ihrer Mama Adele in einem kleinen Haus mit Garten, der Papa hat sich schon vor Jahren "aus dem Staub gemacht", dafür kommt Lottis Oma, Mizzi, manchmal zu Besuch. Adele versucht alles unter einen Hut zu bringen, ihren Job in einer Werbeagentur, den Haushalt und Lernen mit Lotti. Bis sie eines Tages von oben bis unten abbrennt, wie ein Streichholz. Lotti und die Oma versuchen alles, die Mama wieder aus dem schwarzen Loch zu holen, doch erst Fernando, der Feuerschlucker aus dem Zirkus weiß, dass man das Feuer nicht löschen, sondern das innere Licht, das jeder Mensch in sich trägt, wieder anzünden muss. Ein großartiges Buch, das das Thema Burnout kindgerecht aufgreift und Stoff für Gespräche rund um Burnout liefert. Ausgezeichnet mit dem Dixi Kinderliteratur-Preis und dem Romulus-Candea-Preis.
Buchtipps von Susanne Strohbach, Juni 2015

Groß und dunkel prangt es bereits auf dem Titelbild – das schwarze Loch. Was es damit auf sich hat und vor allem, was Mama damit zu tun hat, erfahren wir bald. Lotti wohnt alleine mit ihrer Mama in einem Haus mit Garten, von ihrem Papa gibt es nur ein Bild an der Wand, dafür aber kommt Oma Mizzi regelmäßig zu Besuch. Bereits auf der zweiten Doppelseite erkennt man, dass sich Mama Adele zwischen Arbeit, Kind und Haushalt aufreibt. Hektisch eilt sie von Aufgabe zu Aufgabe, arbeitet, kauft ein, wäscht, hilft Lotti bei den Hausaufgaben, kocht, … Erschöpft schläft sie am Abend in ihrem Sessel ein. Aber schon bald kommt es zur Katastrophe: Mama Adele brennt und stürzt in ein sich im Boden auftuendes schwarzes Loch. Da sitzt sie nun zusammengekauert, rauchend, brennend, aber vor allem erschöpft. Lottis und Oma Mizzis Versuche, ihr zu helfen, scheitern kläglich, bis Lotti die rettende Idee hat. Der Feuerschlucker Fernando muss her und tatsächlich ist er es, der versteht, dass Adele ausgebrannt ist und ihr Feuer nicht gelöscht, sondern wieder angezündet werden muss. Mit tatkräftiger Unterstützung von Fernandos Zirkuskollegen schafft es Adele, ab und zu ein bisschen zu entspannen und sich wieder zu erholen. Lotti und Oma Mizzi unterstützen sie natürlich auch dabei. Und so kann letztendlich aus dem schwarzen Loch ein blühender Feuerbaum wachsen, in guter Gesellschaft mit Feuerbohne und Feuerlilie und natürlich mit der bereitstehenden Gießkanne. In zarten Farbtönen und bewegten Bildern gelingt es der Illustratorin, ein brisantes Thema aussagekräftig, ideenreich und auch für Kinder gut nachvollziehbar zu veranschaulichen. Humorvolle Details verleiten zum Schmunzeln, lassen jedoch nie das Gespür für die Ernsthaftigkeit des Themas vermissen.
Lesen ist mehr, Martina Koler, April 2015

Adele, die Mama im Buch, trifft es sehr hart. Während sie wieder einmal mit einem ihrer Kunden telefoniert und gleichzeitig kocht, fängt ihre Frisur komisch zu rauchen an. Das Loch, das sie selbst in den Fußboden brennt, wird ihr zur Fallgrube. Dort unten bleibt sie in embryonaler Haltung liegen. Der Anblick ist für Lotti, die kleine Tochter, ein Schock. Glücklicherweise gibt es Oma Mizzi, die sonst immer für alles ein Hausmittel hat: Branntwein, Brennspiritus, Brennnesseltee und die brandneue Feuersalamander-Salbe. Doch diesmal hilft alles nichts … Lotti hat den rettenden Einfall: Der Feuerschlucker Fernando aus dem Zirkus Pyromani haucht Adele wieder neue Lebenslust ein. In der ersten Version war er auch ihr feuriger Liebhaber, was als Ausstiegsszenario des Burn-out vielleicht ein wenig blauäugig gedacht war ... ( ...) Warum sollte es nicht sein dürfen "wie im Bilderbuch"? Eine neue Liebe – im Mama-Buch nur zart angedeutet. Viel wesentlicher ist darin die Liebe der Mutter zu ihrem jedes Eckchen und Fleckchen Dreck. Diesen Zirkus hält uns das Buch als Spiegel vor Augen: Die rettende Putzkolonne unter Feuerschlucker Fernandos Leitung marschiert direkt aus dem runden Zelt in Adeles Haus ein. Hereinspaziert! Herzlich willkommen, auch bei mir!
Welt der Frau, Veronika Mayer-Miedl, August 2015