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Pressestimmen
33 Bogen und ein Teehaus

Wie sich Menschen fühlen, die plötzlich zu Flüchtigen werden, illegal und ungemocht sind, die die fremde Sprache nicht verstehen, vermittelt dieses energiegeladene Buch, das Mehrdad Zaeri- Esfanhani, Illustrator und Bruder der Autorin, mit märchenhaften Vignetten bebildert hat.
Ruth Rousselange, Saarbrücker Zeitung 1.3.2016

Phantasievolle Vignetten schmücken den Buchumschlag und die Kapitelanfänge.
www.KommBuch.com

[Mehrdad Zaeris Tuschezeichnungen] bieten die gleiche Verschmelzung zwischen Poesie und Einfachheit, zwischen orientalisch anmutender Kunstfertigkeit und kindlicher Naivität wie der Text. Als zarte Gesten schmücken sie die „33 Bogen“, üppig wie in einem Bilderbuch entführen sie uns mit dem „Mondmädchen“ in eine zauberhafte Welt. Wohltuend, was für Klein und Groß hier, inmitten leidvollster Erfahrung, aufleuchtet: Freude am Leben, Liebe zu Menschen und Tieren, zur Natur überhaupt.
Ines-Bianca Vogdt, 1000 und 1 Buch, Mai 2016

 
Preise

Aschenputtel
Die besten Sieben, Deutschlandfunk Juli 2016
Nominierung für THE BEAUTY AND THE BOOK AWARD 2016

Ein großer Freund
White Raven List 2016

33 Bogen und ein Teehaus
Die Besten Sieben, April 2016
Luchs des Monats Sepember, 2016
Kids Best Books
White Raven List, 2016
LesePeter, Februar 2017

Kuriose Gedenktage 2016
Silbermedaille des "Gregor International Calendar Awards" vergeben durch den Graphischen Club Stuttgart e.V., 2015
 
Es muss von Herzen kommen. Über eine Veranstaltung von Mehrdad und Mehrnousch Zaeri-Esfahani
Ihr Schreibstil ist flüssig und elegant, geprägt von Beobachtungsgabe und einem unterhaltsamen, ironischen Unterton. Sein Zeichenstift fährt ruhig und sicher über das Blatt, fängt Emotionen in Bildern ein und gibt den Geschichten seiner Schwester Gestalt. Mehrnousch und Mehrdad Zaeri-Esfahani haben viel zusammen erlebt, haben als Kinder und Jugendliche einer sechsköpfigen Familie den Iran verlassen, wurden mit einer anderen Kultur konfrontiert, haben ihren Weg im Leben gefunden und sind 30 Jahre nach der Flucht gefragt wie nie zuvor. Jürgen Drawitsch, Weinheimer Nachrichten/Odenwälder Zeitung, 29.01.2015
 
Vom Zeichner, der sein Glück nicht fassen kann. Ein Beitrag im Blog M i MA
Wir kennen uns seit über drei Jahren, Mehrdad Zaeri und ich. 2011 haben wir auf meinem (mangels Zeit mittlerweile stillen) Illustrationsblog M i MAs Butterflies einen `Small Talk` geführt, nachdem ich seine Zeichnungen gesehen und ihnen verfallen war. Es war auf einem Wandkalender oder aber im Skizzenbuch. Ich erinnere mich nicht mehr genau. Aber das spielt auch keine Rolle. Mehrdads Zeichnungen zählen zu den schönsten, die ich kenne. Poetisch, witzig, schelmisch mit ein wenig Melancholie und großem Feinsinn. `Ich will die Menschen berühren`, sagt Mehrdad über seine Arbeit, und ich kann für mich behaupten: Das gelingt ihm. Grund genug, um ihm im Rahmen meiner `Männerwoche` hier und heute nochmals vorzustellen. Mehrdad Zaeri Esfahani wurde 1970 in Isfahan im Iran geboren und wuchs dort inmitten von Unruhen und im Ersten Golfkrieg auf. Und während ich 13jährig, pubertierend miesepetrig im familiären Kreise Weihnachtsgeschenke entgegennahm, beantragte er – nach mehreren Monaten auf der Flucht – mit seiner Familie Asyl in Deutschland. Das war am 24. Dezember 1985; und noch immer kann Mehrdad über den Verlauf seiner Geschichte staunen. `Irgendwann war ich nicht mehr der Asylbewerber, sondern Mehrdad, der Zeichner.` Ein Glück, das er manchmal selbst nicht fassen kann. `Als ich 1992 lustlos mein Abitur in Heidelberg machte, beschloss ich, für den Rest meines Lebens Bilder zu machen.` Um seinen Lebensunterhalt zu finanzieren, verdingte er sich zunächst als Taxifahrer, doch dank seiner Hartnäckigkeit und Disziplin konnte er 2001 damit aufhören und sich ganz dem Zeichnen widmen. Neben freien Arbeiten malte und gestaltete er vor allem Poster für Theateraufführungen und allerhand kleinere Illustrationen. Seine Karriere als Illustrator begann erst 2007. Die Büchergilde fragte an; Mehrdad sollte ein ganzes Buch illustrieren. `Das hat mich umgehauen`, erzählt er. `Ich habe vor Glück geweint.` Das chinesische Dekameron erschien 2008. Es war ein großer Erfolg; Mehrdad konnte sich vor Anfragen nach Illustrationen kaum retten, und wieder fasste er einen Beschluss: Von nun an würde er sich ganz aufs Illustrieren konzentrieren. Der Plan ging auf. Er kann gut davon leben (auch dank seiner Agentur auserlesen ausgezeichnet). Neben Auftragsarbeiten arbeitet er weiterhin frei und realisiert eigene Projekte. Eines davon ist das Knopfkino, das er 2009 gemeinsam mit dem Schauspieler und Erzähler Enno Kalisch und dem Pianisten Friedwart Goebels ins Leben rief. Es ist eine Bühnenimprovisation, in der die drei Männer in situ traumgleich schöne Geschichten aus Bildern, Klängen und Worten entstehen lassen. `Wir übernehmen Inspirationen aus dem Raum, dem Publikum, und aus unseren eigenen Stimmungen und Aktionen. Intuitiv entstehen Zeichnungen, musikalische Stimmungen, Erzählstränge, Wortzusammenhänge, mit denen wir spielen.` So kann sich eine klassische Sonate in unheimliche Filmmusik verwandeln oder ein Mann mit Hut in einen Walfisch. Aus einem Abschiedsbrief wird Liebesgedicht und ein Liebesbrief zur Kriegserklärung. Doch hängt am Ende alles mit allem irgendwie zusammen. Doch auch Mehrdad Zaeris Auftragsarbeiten sind niemals `unfrei`. Stets behält er sich seinen Eigensinn, und so sind seine Illustrationen denn auch weit mehr als bloße Veranschaulichungen. Sie stehen für sich, erzählen eigene Geschichten, die sich – so seine Hoffnung – im Kopf der Leser/innen mit den Worten verbinden und zusammen neue Bedeutungsdimensionen eröffnen. `Eine Geschichte über den Krieg mit einer Rüstung zu illustrieren, ist langweilig`, erläutert Mehrdad. `Ein verlassener Kinderwagen hingegen kann die Leser inspirieren.` Seine Inspirationen nimmt Mehrdad von überall her und übersetzt sie in Bilder. `Darum trage ich immer einen Bleistift und ein Skizzenbuch bei mir.` Tausende von kleinen Zeichnungen hat er in unzähligen Skizzenbüchern gesammelt. Sie sind sein Fundus, auf den er immer wieder zurückgreift und daraus neue Ideen und Geschichten entwirft. Auf seiner Facebook-Seite gibt er einen kleinen Einblick in die schier unendliche Vielfalt seiner Bilderwelten. Ich freue mich schon jetzt auf Mehrdads kommende Inspirationen – und es werden viele sein. Denn die Liste seiner Projekte ist lang. Neben diversen Knopfkino-Veranstaltungen erscheinen 2015 gleich drei von ihm illustrierte Bücher sowie ein Wand- und ein Postkartenkalender: • Aschenputtel wurde von ihm mit scherenschnittartigen Bildern illustriert und von seiner Frau Christina Laube verfasst. • Die kleine Krähe und der Elefant ist die Geschichte eines iranischen Autors. Das Projekt hat seine iranische Agentin Lili Hayeri organisiert. • Der Wandkalender zeigt auch 2015 wieder `Kuriose Gedenktage`. • Und der Postkartenkalender mit Jacky Gleich und Bruno Blume ist noch im Werden. Außerdem hat Mehrdad Zaeri dieses Jahr eine eigene Edition begonnen, die Mehrdad Zaeri Edition, um `einmal im Jahr Bücher herauszubringen, die für große Verlage auf dem ersten Blick zu unsicher und riskant sind`, erzählt er. Das erste Buch dieser Reihe ist HEUT UM HALBZWEI mit Gedichten von Peter Schenk. Wer Mehrdad Zaeri einmal treffen möchte, muss nach Mannheim fahren. Dort lebt er nämlich mit seiner Frau, der Künstlerin und Fotografin Christina Laube, in einem, wie er sagt, sehr schönen Stadtteil mit alten Häusern (Neckarstadt-Ost). Die beiden leben gern in Mannheim, obwohl die Stadt auf den ersten Blick alles andere als schön ist. Ihre Schönheit erschließt sich erst auf den zweiten, vielleicht auch erst auf den dritten und vierten Blick. `Mannheim ist eine in jeder Hinsicht bunte Stadt`, sagt Mehrdad, `mit einer wilden Seele. Sie hat eine gesunde Subkultur und auch im etablierten Kunstbereich viel zu bieten, und dabei ist sie keine Diva.` Eine Diva ist auch Mehrdad nicht. Im Gegenteil. Sein Erfolg hat ihn glücklich, nicht aber launisch und unnahbar gemacht. Obgleich ich ihm nie `live` begegnet bin, strahlt er eine Herzlichkeit aus, die einem warm werden lässt ums Herz. Indre Zetzsche, 07. August 2014, http://www.m-i-ma.com/2014/08/vom-zeichner-der-sein-gluck-nicht.html
 
Gefühlvoller Improvisator. Der Mannheimer Morgen porträtiert Mehrdad Zaeri
Mehrdad Zaeri sucht: seinen Personalausweis. Bescheidene Menschen. Einen passenden Teppich fürs Wohnzimmer. Oft den zweiten Socken. Und noch so Dinge, die er auf seine Seite im sozialen Netzwerk Xing geschrieben hat. All das kam ihm halt gerade so in den Kopf, als er vor Jahren sein Profil erstellt hat, sagt der in Mannheim lebende Künstler. Und genau das zeichnet ihn aus. Gefunden hat Zaeri, und das ist das Entscheidende: seinen ganz eigenen, melancholisch-feinsinnigen Stil, mit dem er Bücher illustriert oder in Improvisations-Auftritten Figuren entwirft. Er zeichnet Menschen, die sich über Küken beugen und ihnen in die Augen schauen. Menschen, die mit einer Laterne im Walfischbauch sitzen. Mädchen, die in ihrem scheinbar unendlich langen Bett liegen, die Augen geöffnet, auf der Bettdecke eine Katze, voll Zuversicht, aber auch schwermütig. Es sind metaphorische Bilder, die sich meist nicht auf den ersten Blick erschließen, auch nicht unbedingt auf den zweiten oder dritten, ihnen haftet meist etwas Unklares an, immer aber transportieren sie eine Stimmung: Wehmut, Freude, Glück, Verzweiflung, manchmal alles zusammen, gerne mit Humor. Liebe, Schmerz, die große Gefühlswelt, das ist sein Hauptthema. "Ich will die Menschen berühren", sagt Zaeri über seine Arbeit. "Es sind innere Bilder, die tragen wir alle in uns." Nun sitzt der 43-jährige Zeichner, Jeans, Hemd, Vollbart, warme braune Augen, in seinem Arbeitszimmer in der Wohnung in der Langen Rötterstraße: Holzdielen, hohe Decken, Fenster zur Straße, im Regal ungezählte Blöcke mit Skizzen, auf dem Schreibtisch jede Menge Stifte. Wohl Zehntausende Bilder hat Zaeri schon gezeichnet, seinen Skizzenblock hat er stets dabei, im Bus, im Café. Morgens zeichnet er, mittags zeichnet er, abends zeichnet er, zwischendrin lästige Verwaltungsarbeit, sechs Stunden Schlaf, so beschreibt Zaeri sein Leben. "Ich zeichne wie ein Besessener, seit ich mit der Schule fertig bin." Er war 15, als er mit seinen Eltern aus dem Iran nach Deutschland floh, mit 16 kam Zaeri nach Heidelberg, 20 Jahre lebte er dort, machte - trotz akuter Unlust - sein Abitur. Dabei stand für ihn früh fest, dass er künstlerisch arbeiten wollte. "Ich habe mich schon immer für das Schöne begeistert." Das Malen war für Zaeri auch ein Mittel für ihn als Flüchtlingskind, die Menschen zu erreichen. Mit Erfolg: "Plötzlich war ich nicht mehr der Asylbewerber, sondern Mehrdad." Wenn er von Menschen spricht, dann meint er damit vor allem das weibliche Geschlecht: "Ich wollte Mädchen kennenlernen mit den Bildern." Ob das funktioniert hat? "Das hat geklappt, ja." Zaeri lächelt - mehr sagt er dazu nicht. Heute ist er verheiratet mit der Fotografin Christina Laube, mit der er auch gemeinsame Projekte umsetzt. Nach der Schule malte Zaeri unentwegt, sein Geld verdiente er nebenher als Taxifahrer, doch der große Erfolg ließ auf sich warten. Und es dauerte, bis Zaeri entdeckte, dass er mit dem Stift viel besser umgehen kann als mit dem Pinsel. Dann aber, er war schon 36, fragte ein Verlag an, endlich, Zaeri sollte ein Buch illustrieren. "Das hat mich umgehauen", sagt er. "Ich habe vor Glück geweint." "Das Chinesische Dekameron" mit 25 Zeichnungen verkaufte sich dann recht gut. Zaeri kann heute von sich behaupten: Das, was er draufhat, das hat er sich selbst beigebracht. Und davon kann er heute recht gut leben. Beim Arbeiten schert er sich nicht um Vorgaben oder Formate, er zeichnet einfach drauflos. Zaeri sagt, er beobachte seine Hand dabei, wie sie zeichnet, so als sei er ein unbeteiligter Zuschauer. "Ich bin immer wieder überrascht, was dabei herauskommt", versichert Zaeri. So hat er zahlreiche Bücher und Kalender illustriert. Und nebenbei macht er mit dem Schauspieler Enno Kalisch und Friedwart Goebels am Klavier "Knopfkino", auf Youtube gibt es interessante Einblicke, was das ist: Kalisch erzählt, Zaeri zeichnet, ein Beamer wirft das Gezeichnete an die Wand, so erzählen sie eine - oft traumhaft anmutende - Geschichte in mal mehr, mal weniger abstrakten Bildern, nie aber wissen sie, wohin die Reise führt. Zum Beispiel die Geschichte von Oskar, dem Fisch, der von seinen Freunden Joe genannt wird und aus dem plötzlich - das Bild kurz gedreht, ein paar Striche - ein Eierkopf entsteht. Manchmal, sagt Zaeri, ist er so gerührt von der Stimmung, von der Geschichte, den Zeichnungen, dass ihm während der Vorstellung die Tränen kommen. Einen Teppich hat Zaeri übrigens nie gefunden, den zweiten Socken sucht er weiterhin sehr oft, dafür entdeckt er, immer wieder: sich selbst. Justin Pietsch, Mannheimer Morgen, Dienstag, 17.06.2014
 
Seine humorvollen Illustrationen wirken wie Bühnenbilder. Der Mannheimer Morgen über Prinzessin Shafira und der mutige Walter
(...) Unter dem Titel „Prinzessin Shafira und der mutige Walter“ werden zwei Geschichten in zwei Sprachen erzählt, in Deutsch und Arabisch. „So ein Buch gab es noch nie“, lässt die Lektorin Sonja Matheson des Basler Verlages Baobab Books bei der Vorstellung in Mannheims` Alter Feuerwache wissen. Die westeuropäische und arabische Kultur gehen darin eine Allianz ein. Denn sehr vertraut erscheinen uns die Titelfiguren, wenn der Mannheimer Zeichner Mehrdad Zaeri ihnen in seinen humorvollen Illustrationen Aktionsräume gibt, die wie Bühnenbilder wirken. Die Besonderheiten erklären sich aus der Vorgeschichte. So sieht das Ergebnis eines deutsch- ägyptischen Austauschprojekts unter dem Motto „Mit den Augen der Anderen“ aus. Mannheimer Morgen, 16.07.2013
 
„So leben in ihm beide Welten“. Kinderkram über Prinzessin Sharifa und der mutige Walter
Das Bilderbuch von Sharifa und Walter ist ganz besonders. Es hat zwei Titel, zwei Geschichten und zwei junge Helden, die sich nicht begegnen. Sharifa stellt mutig die Gesetze des zornigen Königs Hamed in Frage. Furchtlos, schlau und charmant zeigt sie dem König, dass ein gemeinsames Leben von Frauen und Männern schöner sein kann als getrennte Welten. Walter wiederum ist der berühmte Sohn des Helden Wilhelm Tell. Ohne Furcht steht er ruhig und lässt sich den berühmten Tell- Apfel vom Kopf schießen. Diese Szene führt zum legendären Sturz des Tyrannen und zur Gründung der Schweizer Republik. In der internationalen Theaterzusammenarbeit „Mit den Augen der Anderen“ von Teatro Alexandria und Schnawwl, Theater für junges Publikum am Nationaltheater Mannheim haben die zwei Ensembles diese Geschichten ihrem Publikum neu erzählt. Die Walter Tell-Legende behandelt für die Ägypter ein aktuelles Thema. Ein gutes Zusammenleben von Männern und Frauen, Jungen und Mädchen ist auch in Deutschland immer wieder eine spannende Aufgabe. Dieser andere, fremde Blick auf die alten Geschichten hat die Dramaturgin der beiden Inszenierungen, Anne Richter, in das Bilderbuch einfließen lassen. In klarer, direkter Sprache erzählt sie die poetischen wie politischen Geschichten für Grundschulkinder neu. Der Ägypter Mahmoud Hassanein, der u.a „Eine Woche voller Samstage“ ins Arabische übersetzte, hat in enger Zusammenarbeit die arabischen Texte geschrieben. Der Illustrator Mehrdad Zaeri stammt aus dem Iran, den er mit 14 Jahren verlassen musste; so leben in ihm beide Welten. Seine Bilder sind streng im Aufbau und humorvoll im Detail. Seine jungen Helden stehen in großer Spannung zu ihrer Umwelt und sind doch Teil von ihr. Jede Doppelseite erzählt in poetischen Panoramabildern von den Stationen der Heldengeschichten. Mit Ruhe und Kraft führt er die jungen Leser durch die dramatischen Geschichten und lädt sie ein Partei zu ergreifen. Ein mutiges Buch das Mut macht! Kinderkram. Das Kieler Magazin für Menschen mit Kindern Nr. 151, Juli/ August 2013.
 
„Spielerisch und gleichzeitig delikat wie kraftvoll“ - Die Rhein-Neckar-Zeitung über Prinzessin Sharifa und der mutige Walter
Es ist ein Kinderbuch der besonderen Art: Vorder- und Rückseite tragen einen Titel- auf Deutsch und auf Arabisch. Zwei Geschichten, in beiden Sprachen und Richtungen abgedruckt, treffen sich in der Mitte. Und von vorne wie von hinten kann man sich nicht sattsehen an den Illustrationen des Mannheimers Mehrdad Zaeri. (...) Schön ist, dass es für das gleichberechtigte Nebeneinander von Frau und Mann plädiert. Der tiefgreifende Ansatz der Gleichheit der Geschlechter wird am Schluss aber wieder aufgehoben, als Mann und Frau mit Tag und Nacht; Gerechtigkeit und Gnade gleichgesetzt werden. Kein Wort mehr davon, dass zuvor König Hamed die Rolle der „weiblichen“ Gnade eingenommen hatte und Sharif/a die der „männlichen“ Gerechtigkeit. Die Illustrationen Zaeris sind – wie die Geschichten – spielerisch und gleichzeitig delikat wie kraftvoll. Manche Bilder muten kubistisch am, etwa wenn die sorgenvollen Dorfbewohner, als Walter Tell sich den Apfel auf den Kopf setzt, zu einem Würfel von Gesichtern mit Kolbennasen verschmelzen. (...) Rhein-Neckar-Zeitung, 15.07.2013