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Pressemeldung


Die Straße
Beltz & Gelberg 2011

Auf insgesamt sieben großzügig angelegten Bildtafeln, die sich jeweils einer Epoche der letzten 100 Jahre widmen, gibt das Bilderbuch "Die Straße" geschickt Einblick in Vergangenheit und Gegenwart. (...) es gelingt (...) neben Mode, Einrichtung und wichtigen Accessoires des jeweiligen Zeitabschnitts auch das dazu passende Lebensgefühl zu vermitteln. So wird die Geschichte lebendig!
Katharina Reiter, 1000 und 1 Buch
 
Fritzi war dabei
Klett Kinderbuchverlag 2009
... Schotts so persönlich und direkt erzählte ?Wendewundergeschichte? entwickelt durch den Blick des Kindes große Spannung und ist fern von jedweder Nostalgie. Die Leipziger Illustratorin Gerda Raidt, die beim Fall der Mauer gerade mal 14 Jahre alt war, zeigt uns die blonde Fritzi mit den langen, dünnen Beinen vor vom Braunkohlegrau verhangenen Fassaden, im hellen Schein der Montagsdemo-Kerzen. Schlicht und präzise in den Details, verleiht sie doch selbst dem Grusel der Stasi noch einen gewissen Witz: Da steht das Klischee eines Spions in Trenchcoat und Sonnenbrille, von Fritzi skeptisch gemustert. Ihrer Mutter malt Fritzi ein Plakat, auf dem steht: ?Ein Land ohne Mauer, da ist keiner sauer?. Ein paar Gründe, sauer zu sein, gebe es immer, schreibt Schott zuletzt - aber noch mehr Gründe, froh zu sein.
Eva-Maria Magel, FAZ, 27. November 2009

Ich halte eine Wendewundergeschichte in den Händen. Ein Wunder ? was ist das überhaupt? Am ehesten vermögen das wohl Kinder einzuordnen. Ich schaue bei Wikipedia nach: Ein Wunder ist ein Ereignis, dessen Zustandekommen sich niemand erklären kann, sodass es Verwunderung und Erstaunen auslöst. Und was hat nun die Wende mit einem Wunder zu tun?
Genau das beschreibt Hanna Schott in »Fritzi war dabei«, ihrer Geschichte für Kinder zum momentan allgegenwärtigen Wende-Thema. Sie beschreibt wie Fritzi, ein neunjähriges Mädchen, den Herbst 1989 in Leipzig miterlebt. Auf knapp 80 Seiten schildert die Autorin die entscheidenden Wochen aus der Sicht des Kindes. Sie verdichtet die Ereignisse und erzählt in knapper Sprache das, was Fritzi bewegt ...
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Gerda Raidts Illustrationen harmonieren dabei perfekt mit dem Inhalt der Geschichte. Die Zeichnungen wechseln zwischen einzelnen Szenen, einer Kerze beispielsweise und großflächigen Darstellungen ? dem Demonstrationszug am Montag. So wird die Dimension der Ereignisse vor 20 Jahren bildhaft und im Gleichklang mit Hanna Schotts Worten erklärbar. Letztendlich bleibt Jedem frei gestellt, in welche Kategorie er sie einstuft.
Yvonne Strankmüller, Kreuzer, 26. Oktober 2009

Die Geschichte der friedlichen Revolution von 1989, von der heute nur noch wenige Kinder etwas wissen, erzählt Hanna Schott mithilfe ihrer Kunstfigur Fritzi ...
Schott beschreibt diese aufregende historische Phase kindgerecht und doch sehr detailgenau. Die Illustrationen von Gerda Raidt sind einprägsam und mit stillem Humor gespickt. So lächelt zum Beispiel die Stuckfigur einer Leipziger Außenfassade über einer brennenden Kerze, die in das Fenster gestellt wurde. Und die größte Demonstration wird mit einer beeindruckenden Menschenansammlung, die sich über vier Buchseiten erstreckt, dargestellt. Ein wichtiger Beitrag zur pädagogischen Aufbereitung deutscher Gegenwartsgeschichte.
Rheinischer Merkur, 22.Oktober 2009

Fritzi war dabei ist wohl das schönste Buch zum 20. Jahrestag der Wende. Illustratorin Gerda Raidt gelingt es in jedem Bild, die ganz eigene Atmosphäre jener Zeit einzufangen. Besonders eindrucksvoll sind die beiden doppelseitigen Bil- der der demonstrierenden Menschen in Leipzig mit den Plakaten »Wir sind das Volk!« und »Keine Gewalt!«. Hanna Schott vermittelt haut- nah, wie es war, als ein Politiker namens Günther Schabowski eines Abends zu stottern begann, als ihn Journalisten fragten, wann die Reise aus der DDR in den Westen denn möglich sei. »Nach meiner Kenntnis ... ist das sofort ... unverzüglich ...«, waren seine Worte, die anfangs niemand so recht glauben konnte.
Bulletin Jugend und Literatur 10/2009
 
Drachentod und Zauberflöt
Klett Kinderbuchverlag 2009
Böswillige Menschen pflegen von der Oper zu sagen, die Sache wäre ja ganz nett, wenn nur das viele Singen nicht wäre. Aus diesem Grund gibt es eine Fülle von Opernführern, die das Erlebnis auf die Handlung reduzieren und helfen, das zu verstehen, was man mangels klarer Artikulation der Sänger oder eigener Italienischkenntnisse nicht versteht. Was dabei verlorengeht, liegt auf der Hand, und so wird man Christoph Schmitz` Band ?Drachentod und Zauberflöte? besonders schätzen, weil er in seinem Kompendium nicht nur die jeweilige Handlung von Werken wie Verdis ?Ein Maskenball?, Puccinis ?Tosca? oder Weills ?Dreigroschenoper? auf den Punkt bringt, sondern auch immer die dazugehörigen musikalischen Ausdrucksmittel bedenkt ...
... Was immer Schmitz tut, er inszeniert. Und dass ihm die angenehm theatralischen Bilder der Leipziger Illustratorin Gerda Raidt zur Seite stehen, ist in diesem so gediegen ausgestatteten Buch, dem auch ein Glossar nicht fehlt, ein Glücksfall. Ihn wird man besonders schätzen, wenn man sich vor Augen hält, wie sehr solche Bilder als Einladung für Kinder wirken, ein neues Buch mit einem Sujet, das über die gewohnte Welt hinausreicht, überhaupt aufzuschlagen. Einen Missgriff tun sie damit nicht.Tilman Spreckelsen, FAZ.NET, 24. Juni 2009
 
Schnick, Schnack, Schabernack
Gerstenberg Verlag, 2008
... Wenn du gerne singst, dann ist dieses Buch auch super, denn eine Menge Kinderlieder mit Noten für begeisterte Gitarren- oder Flötenspieler stehen in dem Buch. Und dazu sind auf jeder Seite wunderschöne, sehr lustig gezeichnete Bilder von Gerda Raidt zu sehen.
Kristina Dumas, br-online Kinderinsel, 2008
 
Der Tannenbaum
Sauerländer 2007

"... Hans-Christian Andersen erzählt hier (auch für Erwachsene) in dem von Gerda Raidt wunderschön illustrierten Märchenbuch eine große Geschichte darüber, wie wichtig es ist, das Hier und Jetzt zu genießen. Man könnte später so enden wie der kleine Tannenbaum.
Kerstin Strecker in: Die Welt, 08.12.07
 
Das kunstseidene Mädchen
Edition Büchergilde 2006

Prämiert von der Stiftung Buchkunst beim Wettbewerb "Die schönsten deutschen Bücher" in der Gruppe 1 (Allgemeine Literatur).
 
Schlagerbox, fünf Hefte nach Schlagertexten
Connewitzer Verlagsbuchhandlung 2004

Zwei Monate lang gibt es jetzt in Klein-Paris einen Ort, da ist das ferne, große, bewunderte Paris einmal ganz nah: die Moritzbastei. Am Freitagabend eröffnete dort Gerda Raidt ihre Ausstellung ?Am Montmartre um halb Zehn? mit den Zeichnungen, die sie für ihre Abschlussarbeit im Meisterschülerstudium angefertigt hat. Die Abschlussarbeit kann man sogar kaufen. Peter Hinke hat sie in seiner Connewitzer Verlagsbuchhandlung veröffentlicht.
Das Besondere daran: Es sind illustrierte Schlagertexte aus den 20er Jahren, jener Zeit also, als Berlin auf dem besten Weg war, ähnlich lebendig, ausschweifend und faszinierend zu werden wie das leichtlebige Paris. Ein seltener Moment, der ja bekanntlich von deutscher Gründlichkeit ausgeputzt wurde. Die Lieder der Zeit haben überlebt in alten Notenblättern und auf Schellackplatten. Etliche davon hat die 1975 in Berlin geborene Künstlerin auf Flohmärkten aufgestöbert. ?Diese Zeit und ihre Atmosphäre hat mich schon immer fasziniert?, sagt sie. ?Und ich habe lange nach dem richtigen Stil gesucht, wie man dieses Zeitgefühl auch in Bilder umsetzen kann.?
Sie studierte anfangs an der Burg Giebichenstein in Halle, wechselte aber nach vier Semestern an die Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst. Denn das ist einzigartig in Leipzig: die Möglichkeit, direkt Illustration zum Studienfach zu machen. Mit Illustrationen kann man zwar auf dem gegenwärtigen deutschen Buchmarkt nicht viel verdienen. Die Großverlage haben auf hochwertige Bebilderung ihrer Bücher längst verzichtet, setzen fast ausschließlich auf flippige oder gar poppige Computer-Layouts.
?Das weiß ich?, sagt Gerda. ?Aber ich versuche es trotzdem.? Sie studierte das Fach bei Volker Pfüller, der schon von ihrer Bewerbungsmappe fasziniert war. ?Es war schon beeindruckend, was sie da an technischem Raffinement geboten hat.?
Fürs Diplom tauchte Gerda erstmals tief in die Erinnerungskiste, erweckte den ?Matrosentango? in einer lebendigen Bildfolge zum Leben. Ein Lied-Bilder-Buch entstand, irgendwo angesiedelt zwischen melancholischem Textbuch und spannendem Comicstrip. Der Leipziger Verleger Peter Hinke fand das Projekt so beeindruckend, dass er das Buch sofort in sein Verlagsprogramm übernahm. Da lag es schon nahe, ähnliche Bücher folgen zu lassen. Einziges Manko: Vielen Lesern fehlt das Geld für derart bibliophile Ausgaben, selbst wenn der Preis knapp kalkuliert ist mit 25 Euro.
?Immerhin ist es nur EIN Lied?, sagt Hinke. ?Die eigentliche Lesefreude kommt ja durch die Bilder, die einen zurückversetzen ins letzte Jahrhundert.? Die Qualität überzeugte auch die Hochschule, die Gerda Raidt auch zu einem Meisterschülerstudium - wieder bei Volker Pfüller - zuließ. Natürlich arbeitete sie weiter auf ihrem ?Spezialgebiet?, zeichnete mit akribischer Hingabe Bildfolgen zu fünf weiteren Liedern der 20er Jahre. Das erste - ?Wenn ich sonntags in mein Kino geh? - noch fast wie den Matrosentango.
Aber die dauerhafte Beschäftigung mit der Melancholie der alten Texte veränderte auch den Stil. Die nächsten vier Folgen wurden deutlich anders, näherten sich dem Stil guter Zeichentrickfilme an, arbeiteten mit unscharfen Hintergründen, die den handelnden Figuren immer mehr Spielraum gaben, eine Tiefe, die neugierig macht.
?Was sie da gemacht hat, ist von der Umsetzung her sehr filmisch?, sagt Pfüller und erinnert sich, dass Gerda sich bei ihm mit einem Trickfilmprojekt beworben hatte. Das lag also nahe, auch wenn ihn die jetzt erreichte Klarheit verblüfft. ?Ich glaube nicht, dass man sich als Lehrer aufspielen muss, wenn man so gute Schüler hat?, sagte er zur Ausstellungseröffnung, zu der jetzt alle fünf fertigen Hefte präsentiert wurden. Schon die Titel eine kleine Zeitreise: Wenn ich sonntags in mein Kino geh, Wie war denn das, Veronika?, Am Montmarte um halb Zehn, Ein Wiener Walzer und Es geht auch ohne Auto.
Jedes ist einzeln käuflich, aber es gibt auch einen Schuber als Schlagerbox und einzelne Zeichnungen als Einzeldrucke. Man bekommt das alles in der Connewitzer Verlangsbuchhandlung in Specks Hof. Bis zum 17. März kann man aber auch das herrliche Gefühl genießen, tatsächlich halb Zehn am Montmarte zu sitzen - im Café der Moritzbastei. Weitere Schlagerfolgen stehen freilich für die Künstlerin nicht auf dem Plan. ?Jetzt muss ich erst einmal Abstand finden?, sagt sie. ?Mit mir selbst zu Rate gehen, was als Nächstes kommen soll.? Die Verschnaufpause braucht sie auch, denn Volker Pfüller hat sie jetzt als wissenschaftlich-künstlerische Mitarbeiterin zurück an die HGB geholt.
Ralf Julke, Leipziger Internet Zeitung, 15. Januar 2005
 
Matrosentango
Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig

Erhielt im Jahr 2002 eine lobende Anerkennung der Stiftung Buchkunst beim Wettbewerb "Die schönsten deutschen Bücher"