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Creative Quarterly ehrt Vitali Konstantinov
Für freie großformatige Zeichnungen wurde Vitali Konstantinov im Frühjahr 2014 von Creative Quarterly 35, New York, als runner up in der Fine-Art-Kategorie ausgezeichnet. Die Zeichnungen werden in der CQ-Galerie erscheinen.
 
Internationale Auszeichnung
Der Simultan-Comic »Gerechtigkeit« wurde für die erste Jahresausstellung für Comic und Cartoon Art bei der Society of Illustrators, New York, ausgewählt. Originalzeichnungen werden in der MoCCA Galerie in New York zwischen 28. Mai und 16. August 2014 ausgestellt.
 
PREISE UND AUSZEICHNUNGEN

Sechs Langbärte
Die besten Sieben, Deutschlandfunk 2015

Wie man mit dem Feuer philosophiert - Chemie und Alchemie für Furchtlose
Die besten Sieben, Deutschlandfunk 2015

Giacomo di Cristallo
Erscheint in dem Katalog THE WHITE RAVENS 2012, publiziert von der Internationalen Jugendbibliothek München.

PRESSESTIMMEN

FMD - Leben und Werk von Dostojewski
Knesebeck, 2016

Ein Comic-Denkmal für Dostojewski
In der Graphic Novel "FMD – Leben und Werk von Dostojewski" verneigt sich der Zeichner und Autor Vitali Konstantinov vor seinem Lieblingsschriftsteller.
Das Leben ein Abenteuer und ein ständiger Kampf mit sich selbst und mit den Umständen:
Der Autor Fjodor Michailowitsch Dostojewski war zum Tode verurteilt, wurde begnadigt und musste in ein Straflager. Er lebte immer wieder am Existenzminimum, war spielsüchtig und litt an Epilepsie. Hinzu kamen schwierige Beziehungen und Verhältnisse. Vieles aus seinen großen Werken kannte er zu gut aus seinem eigenen Leben.
Vor einigen Jahren hatte Vitali Konstantinov die Idee, seinen Lieblingsautor mit dem Genre des Comics zu verbinden. "Wenn man damit anfängt, kann und will man ja eigentlich alles zeigen." Wie sich das Leben und Werk beeinflusst haben, will Vitali Konstantinov aufzeigen. "Es war mir auch wichtig, die Verflechtungen zwischen dem Werk und dem Leben des Schriftstellers chronologisch zu zeigen, also musste jedes Werk, jeder Roman als eine überschaubare Einheit in die fließende Biografie-Wiedergabe integriert werden."
Die Biographie erzählt Vitali Konstantinov in der traditionellen Erzählform des Comics, in Panels. Für die Werke bedient er sich aber einer Darstellungsweise, die ihren Ursprung im Mittelalter hat: dem Simultanbild. "Alles auf einmal." Verschiedene Handlungen, die zeitlich oder räumlich getrennt sind, werden gleichzeitig dargestellt.
Die Leserichtung spielt da für ihn weniger eine Rolle, wichtiger ist der Gesamteindruck. Diese gewaltigen Bilder hat Vitali Konstantinov mit Bleistift gezeichnet. "Mit edlen japanischen Stiften in verschiedenen Stärken auf einem schönen handgeschöpften heißgepressten Papier aus Frankreich." Auch das Lettering ist von Hand, auf einer eigenen externen Ebene. Dadurch kann der Comic leichter übersetzt werden. In die USA und nach Kolumbien wurden bereits Lizenzen verkauft.
So hat Vitali Konstantinov im besten Sinn mit seiner Handschrift auf nur 64 Seiten dem Leben und Werk von Dostojewskis ein Denkmal gezeichnet.
Zita Bereuter, ORF Januar 2017

(…) Die schwarz-weißen Zeichnungen sind von präzisen Konturen, flächigen hintergründigen Schraffuren und vereinfacht dargestellten Personen mit naiver Mimik geprägt. Der bittere Ernst des Realen wird wie in Dostojewskis Werken mit dem süßen Gegenmittel des Humors erträglich gemacht. Überzeichnung ist ein oft genutztes Mittel, das Absurde der Situationen bis hin zur Lächerlichkeit zu treiben. Konstantinov hat mit "FMD – Leben und Werk von Dostojewski" eine Form und Sprache gefunden, die ihrem Gegenstand absolut gerecht wird. Eine kunstvolle, poetische Annäherung, die viel wagt – und viel gewinnt.
Oliver Seifert, Paussauer Neue Presse, 11. November 2016

"Ich bin kein Schuft, ich bin ein leidenschaftlicher Spieler." Ob man Dostojewski kennt oder nicht, schnell wurde klar, dass dieser Satz auch auf den Autor der Comics über das Leben und Werk des russischen Autors zutrifft. Nach dem Vortrag einiger wichtiger Eckdaten aus dem Leben des jungen Dichters, trug Vitali Konstantinov einige Stellen aus seinem Comic vor, die mit so viel Witz und Ironie gespickt waren, dass er das Publikum in der brechend voll besetzten Bar vollends mitriss. (…)
In "FMD − Leben und Werk von Dostojewski. Die Comic-Biografie" (Knesebeck, 64 S., 22 Euro) arbeitet der Autor und Illustrator Vitali Konstantinov Dostojewskis Biografie, seine Schicksalsschläge und sein komplexes Werk auf. Mithilfe seiner Simultanbilder erzählt er Stationen aus dem Leben und Werk des Dichters nicht nur chronologisch und in einzelnen Bildern, sondern erweckt sie vielmehr im Zusammenspiel zum Leben (…).
Börsenblatt, 21. Oktober 2016


Wie man mit dem Feuer philosophiert
Peter Hammer Verlag, 2015

Einmal in die Hand genommen und man kann die Finger gar nicht mehr davon lassen: Schon der Buchdeckel mit dem verwirrenden Bild eines Indianers mit Plastikgartenschuhen an den Füßen, neben einer Prinzessin, die einen Totenschädel in der einen und eine Kette in der anderen Hand hält, an deren Ende ein Drachen den Betrachter verschmitzt angrinst, zieht den nach Aufklärung lechzenden Bick auf sich. Dann das blutrote Vorsatzpapier, der samtige rot-schwarze Buchschnitt - wie überhaupt die symbolträchtige Farbkombi aus Schwarz, Weiß und Rot außen wie innen neugierig darauf macht, ob der Inhalt von Wie man mit dem Feuer philosophiert - Chemie und Alchemie für Furchtlose mit dem spektakulären optischen Auftritt wohl mithalten kann. Er kann. Schließlich sind hier zwei Meister ihres Fachs am Werk: Autor Jens Soentgen ist Chemiker und Philosoph und bereits zweimal mit seinen Sachbüchern für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert worden, und auch Illustrator Vitali Konstantinov heimste schon einige Preise für seine temperamentvoll-witzige Kunst ein.
(...) Vitali Konstantinov liefert dazu die für ihn so typischen kraftvollen Zeichnungen mal mit einem Augenzwinkern, mal mit einer akribischen Genauigkeit, die wir sonst nur aus Botanik-Lehrbüchern alter Schule kennen.
Heike Byn, Eselsohr, November 2015


Von den Sternen bis zum Tau
Peter Hammer Verlag, 2010

Ein von Vitali Konstantinov fast mystisch illustriertes Jugendsachbuch lädt zu einer geheimnisvollen Reise ein. (...)Er zieht mich magisch an, dieser eigentlich recht farblose Halbleinenband mit grauem Leinenrücken, dem Titelbild, nur zweifarbig in dunklen Brauntönen gedruckt. (...) Die wunderbar altmodisch, mystisch anmutende Zeichnung auf dem Cover, der poetische Titel. (...)
Ein Buch zum Thema Naturwissenschaft, das nicht an ein Chemielabor mit Neonröhren und kalten Reagenzgläsern erinnert, wie viele wissenschaftliche Bücher, sondern den Leser mitnimmt auf eine geheimnisvolle Reise. Das auf so begeisternd leichte Art von den Wundern und Entdeckungen der Erde erzählt und einlädt zum selbst Experimentieren, dass ich gar nicht bemerke, wie ich immer mehr und mehr davon gefangen werde.
Das schöne gelbliche Naturpapier und immer wieder diese wundervollen sepiafarbenen Zeichnungen ? das fühlt sich gut an, tut gut, entschleunigt. Wie auch diese unaufgeregt klassische Typografie, die den Illustrationen und naturwissenschaftlichen Ausführungen ihren Raum lässt. Ein Buch, für das man sich Zeit nehmen muss und will, ein außergewöhnliches und nicht nur für Jugendliche betörendes. Einfach schön zu lesen!
Silke Nalbach, Börsenblatt

(...) Ein Buch für Jugendliche und Erwachsene, ein Buch zum Gemeinsam-Erlesen, von Buchkünstler Vitali Konstantinov kongenial und mit sanfter Ironie illustriert.
Süddeutsche Zeitung

(...) Dem inneren Reichtum übrigens entspricht ein äußerer: Das Buch ist herrliche gestaltet. Vitali Konstantinov hat es liebevoll und mit einem aufgeklärten Augenzwinkern illustriert.

Die Welt

Seltsame Seiten
Bloomsbury, 2009

(...) Was tut nun ein Künstler, der 2009 Charms Werke zeichnerisch neu interpretieren soll? Vitali Konstantinov, geb. 1963 in Bessarabien, seit 1996 in Deutschland lebend, hat sich die Aufgabe besonders zu Herzen genommen, wusste er doch, dass Charms bei den Illustrationen seiner Geschichten selbst mitgewirkt haben könnte. Und er vermutete hinter einigen der Gedichte und Prosastücke semantische Hinweise in den Zeichnungen (...)
(...) Konstantinov hat meisterliche Präzisionsarbeit abgegeben. Mit Rastern wie aus den 70er Jahren (japanische Rasterfolie, früher sagte man Letraset, sehr schick). Die Tuschstriche sitzen wie ein Einser. Die Augen lieb und gütig, das Hintergründige vorhanden. Eine Katze will immer mit drei Luftballons durch die Decke. Was für eine Vorarbeit, um alles leicht aussehen zu lassen. Was für ein Leben des Urhebers, der trotzdem so fröhlichen Nonsens hervorgebracht hat. Im Übrigen hat Wladimir Kaminer, als er von der Not seines Illustrators hörte, seine Charms-Sammlung beigesteuert. Nach dieser Odyssee ist ein kleines, wunderbar neu illustriertes Buch eines großen Querdenkers entstanden, ein Buch mit großer Vergangenheit, tragisch-komisch, absurd, verlebt, und auch noch nach 70 Jahren vernarrt in die Idee, mit Kunst unmöglichen Kram zu schaffen, der die Denkmaschine anwirft.
Christine Paxmann. Was für ein Leben ? Charms Charme. Eselsohr, August 2009

(...) Bloomsbury im Berlin Verlag ist gerade mit einem Band von Daniil Charms, dem russischen Wortkünstler, herausgekommen, skurrile, wundersame Texte zum Nachgrübeln(...). Vitali Konstaninov hat diese Texte mit Schwarz-Weiß-Zeichnungen konturiert, den formalen Charme der dreißiger Jahre zitierend.
Susanne Mayer. Bubububub: Über ein Lyrikfest auf Schloss Blutenberg... DIE ZEIT, 09.07.2009



Dieses Buch wurden von der Stiftung Buchkunst als eines der 64 schönsten deutschen Bücher des Jahres 2009 ausgezeichnet.

Es erhielt eine Anerkennung.
 
Als Bernhard ein Loch in den Himmel schoss
Boje Verlag 2009

[...] So einfach, so schwer ist das. Morten Ramsland hat eine alltägliche, fast beliebig erscheinende Geschichte aufgeschrieben. Im Zusammenwirken mit den ganzseitigen Bildtafeln Vitali Konstantinovs wird jedoch anschaulich, wie genau durchkomponiert sie ist - und wie meisterhaft der Illustrator weitere Erzählstränge in seiner Bildsprache umsetzt. Symbole, die wie Requisiten in den Bildern deponiert sind, erzeugen Querverweise; wiederum eher zufällig erscheinendes Inventar bewirkt innerhalb der Szenen Gegensätze und Spannung, wie das Aufeinandertreffen von Kuschelbär und Aasgeier im selben Bild. Lothar Sand. Wasser marsch! Eselsohr, Juni 2009 Mühelos wechselt Morten Ramslands Geschichte aus der Wirklichkeit in die Phantasie und wieder zurück, und ebenso mühelos begleiten sie die Zeichnungen Vitali Konstantinows: Die Welt um Bernhard, ob Kinderzimmer, Garten oder Wald, ist eine sandige Cowboy-Welt mit Kakteen und bizarren Felsen. Auf seinem Tauchgang wird er von riesengroßen Haien belauert. Und im letzten Bild sitzt er neben einem Kleinkaktus auf der Fensterbank, schaut in den Sternenhimmel, und über dem Jungen taumeln zwei indianische Traumfänger.
Fridjof Küchemann, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 9. Mai 2009
 
Ein verrückter Vormittag
Bloomsbury 2008


(...) P.S. Unbedingt erwähnt werden müssen die wunderbaren Illustrationen von Vitali Konstantinov. Sie erzählen die Geschichte dezent, aber mit vielen witzigen Details, die man erst mit der Zeit zu entdecken lernt.
Silja Ukena, Spiegel, 28. Juli 2008

(...) Wären da nicht die altmeisterlich perfekten, köstlichen Bildkaleidoskope von Vitali Konstantinov, der kabbalistische Versatzstücke mit Matroschka-Optik garniert, der kleine Mädchen, Endlosschlangen und Roboter mit welterfahrener Mimik versieht, die verraten, dass wir es hier doch nicht mit einem nur Heileheilebuch zu tun haben.
Fanny Klock, Eselsohr, März 2008

Das Märchen von einem Fantasiebegabten für Fantasiebegabte lebt aber nicht nur von der erzählten Geschichte, sondern auch von den herrlich verspielten Illustrationen, Zeugnissen einer Zwischenwelt aus Gestern und Heute, Natur und Technik, Romantik und Realismus, Spiel und ernst.
Der Bund, 18. August 2008

In Vitali Konstantinovs verwegenen Illustrationen spiegelt sich allerdings das so arg vermisste kindliche Denken und Fühlen fern jeglicher Vernunft. Auf einmal vermischen sich die Wünsche in expressiven Bildern und Ixi zeigt auf der Karte nicht nach Frankfurt, sondern Amerika, das Kind landet im gruselig grausigen Loft der harmlosen Hexe und malt ihr Pferd, auch ohne die Kraft des Zauberbuches, wie ein Zebra an.
Karin Hahn, kinderbuch-couch.de, 2008
 
Ich bin kein Berliner!
Goldmann 2007


Der neueste Kaminer: schönes Cover, gute Ausstattung ...
Jürgen Siebert, Page 6/2007
 
Ungeheuer!
Boje Verlag, 2007


Die Rettung aus dem Bleistiftstummel
(...) Sobald man dann mit dem Lesen anfängt, wird klar: Hier geht es nicht um ein Kind, das schlimm träumt, sondern um eines, dessen Leben ein Albtraum ist. (...) Und der Illustrator Konstantinov hat eine deftige Zeichensprache dafür entwickelt, mit kratzigen Strichen zeigt er, wie das ständige Streiten auf den Jungen wirkt, der vor Angst nicht mehr weiß, was er tun soll. (...) Es ist ein Kriegsbild, gewissermaßen ein "Guernica" der Kinderliteratur. (...) Wie gut dabei Text und Bild korrespondieren, merkt man vor allem an dem Verhältnis von Tragik und derber Komik: In Konstantinovs Tuschezeichnungen wird der Junge unter der Spüle zu einer Figur mit ikonenhaft großen, traurigen Augen. Der Witz ist aber auch hier überall versteckt, wenn etwa die kleinen Ungeheuer über die Seiten stolpern, sich über die Asseln wundern oder die Vorhänge hinabrutschen. (...)
Silja von Rauchhaupt, FAZ 27.10.2007

Man darf es als Glücksfall sehen, dass der Verlag zu diesem Text des dänischen Erfolgsautors Morten Ramsland den hierzulande wenig beachteten Illustrator Vitali Konstantinov beauftragt hat. Sein nostalgischer, von seiner bessarabischen Herkunft, der russischen Schule und italienischen Vorbildern geprägter Zeichenstil mag auf den ersten Blick über seine hervorragende Bildarbeit hinwegtäuschen. Der in Deutschland lebende Künstler übernimmt vom Autor die konsequente Kindersicht, zeigt die Eltern so lange durch die ihren Schimpfwörtern entsprechenden Masken entstellt, bis sie sich endlich an Peter erinnern. Er zeigt die Fetzen, die fliegen, und fokussiert die Farbe, etwa auf das Blut, das fließt (auch wenn es nur Tomatensuppe ist). So machen Bild und Text gemeinsam offensichtlich, wie lebensbedrohlich das Streiten aus Peters Sicht wirklich ist und wie sein Aufhetzen der Monster, diese tröstliche Allmachtsfantasie, für ihn lebensrettend wird. (...)
Bruno Blume, DIE ZEIT, 04.10.2007 Nr. 41

Eine der beeindruckendsten Neuerscheinungen in diesem Herbst ist "Ungeheuer" von Morten Ramsland mit meisterlichen Illustrationen von Vitali Konstantinov.
Elke Rohwer, Badisches Tageblatt, 20.10.2007

Die Bildsprache Konstantinovs ist ähnlich symbolisch angelegt wie die Erzählung: Im kaputten Hausrat spiegelt sich das zerbrochene Eheglück, Scheren, Messer, Pfeile signalisieren die tiefen Wunden, die der Rosenkrieg schlägt, und die Eltern mit ihren zu animalischen Fratzen verzerrten Gesichtern sind beängstigender als die Monster selbst. Ab und zu überschreiten die doppelbödigen Illustrationen, grob, zweidimensional und in verblassten Farben, den Text, spitzen ihn kongenial zu.
Susanne Hilf, Eselsohr Oktober 2007

Vitali Konstantinov findet für das Bedrohliche des elterlichen Streites eine Bildsprache, die Raum für Komisches lässt, ohne zu verharmlosen. Andererseits relativieren sie die im Text geschilderte Familienidylle.
Ursula Kahi, Schweizerisches Institut für Kinder und Jugendmedien, 2007

Ein ungeheuer einfühlsames Bilderbuch von Morten Ramsland, dem ?Shootingstar? der dänischen Literatur und Vitali Konstantinov, der die Nöte der Kinder in lieblosen Familien eindrucksvoll abbildet und Partei für sie ergreift.
Libelle - Stadtmagazin für Leute mit Kindern, 2007

Einzelausstellung »Vitali Konstantinov ? Buchillustration« in Marburg

(...) diese Vermengung von Ironie, Situationskomik und tiefer Liebe fürs Detail prägt das vielschichtige Werk Konstantinovs. Da gibt es schwere, dunkle Zeichnungen, archaische Bilder voller Kontraste, die eine Nähe zur Ikonenmalerei zeigen, aber auch pfiffige Reflexionen klassischer Märchenbebilderung, denen mit witzigen Details weitere Dimensionen hinzugefügt werden. Von diesem versteckten, trockenem Witz erfüllt sind auch seine Illustrationen für die Bücher des deutsch-russischen Erfolgsautoren Wladimir Kaminer, die Konstantinov zumindest indirekt in der Wahlheimat bekannt machten. Das Glanzlicht der Ausstellung sind aber die dem frankobelgischen Zeichenstil angenäherten Bilder seines eigenen Geschichten-Buchs »Pourquoi les chiens font comme ça?« Mit viel Liebe für spannende Kindergeschichten, goldigem Humor und phantastischen Formen zieht Konstantinov den Betrachter in seine Zeichenwelten hinein.
Dennis Dippel, Oberhessische Presse 27.07.2006