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PREISE UND AUSZEICHNUNGEN

1998 Literaturpreis der Nürnberger Kulturläden für seine ersten literarischen Arbeiten

2010 Arbeitsstipendium des Freistaates Bayern

2011 Auswahlliste des Nachwuchspreises der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur e.V.

2011 Münchner Literaturstipendium für Krähen gegen Ratten
 
PRESSESTIMMEN

Wolfsbrot
Kunstanstifter, 2017

Es ist fr¨her Morgen und stockdunkel, noch fast Nacht. Es klirrt vor Kälte, und der Krieg ist erst gerade vorbei. Er muss in die Schule. Zu Fuss durch den Wald. Und zwar allein, denn die Kinder vom Nachbarhof sind krank. Wenigstens gibt ihm seine Mutter ein grosses Wurstbrot mit auf den Weg. Als Trost. Den wird der kleine Bub brauchen. Denn sein Weg wird für ihn zu einer Prüfung. Und das Wurstbrot hilft ihm, sie zu bestehen. Aber eigentlich besteht er sie selber, ganz allein.

Wie ist das denn eigentlich, wenn wir Angst haben? Kommt Angst von aussen über uns? Oder tragen wir sie in uns drin? Wissen wir immer genau, wovor wir Angst haben? Wie verschwindet Angst? Nimmt sie uns jemand weg? Und die, vor denen wir Angst haben, haben die auch Angst? Das Bilderbuch Wolfsbrot stellt diese Fragen auf eindringliche, subtile Weise. In Ulrike Möltgens Bildern ist die Nacht dunkel und der Wald tief. Aber so düster die Figuren sind, die sich aus den Schatten lösen, so verletzlich sind sie auch. Zuerst fühlt sich der namenlose Bub wie die Katze vor der Maus. Aber am nächsten Tag wird er sich wieder auf den Schulweg machen. Und zwar ohne Wurstbrot. Denn satt macht so ein Wurstbrot nicht.
Thomas Ribi, Neue Zürcher Zeitung, Februar 2017

 
Bulle und Pelle
Gabriel Verlag 2011

Eine berührende Geschichte über den Tod. Alles Kraulen und Kitzeln hilft nichts: Bulles Kaninchen Pelle ist wirklich tot. Da beschließt Bulle, der Sache auf den Grund zu gehen. Hinreißend philosophisch und dabei absolut kindgerecht aufbereitet. Eine sensible und kindgerechte Auseinandersetzung mit dem Thema Tod. Tröstlich, durchaus auch zum Schmunzeln und mit einem versöhnlichen Ende. Bücher-Magazin.de

Direkt aus dem Kinderalltag gegriffen ist die Geschichte von "Bulle und Pelle". Als Bulles geliebtes Kaninchen eines Morgens steif und starr im Heu liegt, treiben seinen Besitzer große Fragen um: Wo ist Pelle jetzt? Unsichtbar? Verreist? Verwandelt? Also besucht Bulle mit der uralten Knackoma und dem Metzger zwei Todesspezialisten, doch die faseln nur Diffuses vom Hasenhimmel: Wo der liege, das wisse Gott allein. Den spannendsten Tipp bekommt Bulle in einer Bushaltestelle von einem seltsamen Mann mit vielen Plastiktüten: Hinter dem Fußgängertunnel an der Endhaltestelle liege eine große Wiese, auf der sich jeden Abend lebende und gestorbene Kaninchen treffen. Klar, dass Bulle sofort loszieht – und ein sehr irdisches Wunder erlebt. Ein bezauberndes Buch, das mit kindlicher Unbedarftheit in philosophische Dimensionen eintaucht und bei allem Augenzwinkern voller Mitgefühl und Trost steckt. Marion Klötzer, Badische Zeitung, November 2011

Als Bulles geliebtes Kaninchen Pelle eines Tages tot im Stall liegt, macht sich Bulle auf die Suche, denn irgendwo muss Pelle doch sein, nachdem er seinen Körper verlassen hat. Aber er kann ihn nirgends finden und auch seine Oma und der Metzger haben keine Antwort auf seine Fragen. Erst der Obdachlose Joe an der Straßenbahnhaltestelle gibt ihm einen Tipp, und Bulle fährt ganz allein zu der großen Wiese am Stadtrand mit den vielen vielen Kaninchen. Seinen Pelle findet Bulle zwar nicht, dafür aber einen jungen Hund, den er Joe nennt und behalten darf. Eine sehr liebe Geschichte, die die Nöte und Fragen eines Kindes ernst nimmt. 52. Münchner Bücherschau, Die 100 Besten - Lust machen aufs Lesen
 

Der Tiger unter der Stadt
Aufbau Verlag 2010

Was gehen die Jungen die Alten an? Wie soll sich einer, der zum Geburtstag mit einer guten Handvoll Kerzen auskommt, einfühlen in einen anderen, der zum Geburtstag mehr Kerzen bräuchte, als er noch auspusten kann? Die Alten und ihre Kümmernisse sind Kindern fern - es sei denn die Alten kommen plötzlich als Raubtier daher. Das ist der Trick des Kilian Leypold. Der macht`s wie Kafka und verwandelt die alte Frau Ohm in einen Tiger. Unversehens taucht dieser Ohm-Tiger in der Kloake auf - und Jonas und Phillip, beide zwölf, haben das gebrechliche Raubtier fortan am Bein: "Ich habe mein Lebtag noch nicht so gestunken", sagt der Tiger. "Und ich möchte doch sauber sterben." Als wär`s eine Fabel erzählt "Tiger unter der Stadt" (…) vom Drama des pflegedürftigen Menschen. Als wär`s ein Mythos, zaubert er einen rätselhaften "Schlittenfahrer" aus dem Hut, der den Tiger auf die andere Seite geleitet. Seit den "Brüdern Löwenherz" hat kein Kinderbuch mehr so kitschfrei vom Sterben erzählt. Seit einer halben Ewigkeit hat kein Kinderbuchautor mehr so viel Fantasie auf ein so ernüchterndes Thema verwendet. Bücher für die Kopflastigen gibt`s viele. Bücher für den EQ sind rar.
Wieland Freund, Welt am Sonntag, 05.12.2010

Für mich ist dieser Erstling eines der berührendsten, mutigsten und innovativsten Kinderbücher der letzten Jahre.
Frank Griesheimer, Die Welt, 13.11.2010

Nicht jeden Tag trifft man einen Tiger, der behauptet eine alte Frau aus der Nachbarschaft zu sein. Kilian Leypolds neuer Roman beschreibt das schwierige Miteinander von Jung und Alt. Kilian Leypold arbeitet schon lange als Reporter für den Kinderhörfunk und schreibt Hörspiele, Gedichte und Geschichten. „Der Tiger unter der Stadt“ ist jedoch der erste Roman des gebürtigen Nürnbergers. Dabei kam dem jungen Nachwuchsautor das Glück zur Hilfe: Der Aufbau Verlag hat nämlich dieses Jahr eine neue Reihe mit erzählender Kinderliteratur ins Leben gerufen und sein Roman „Tiger unter der Stadt“ macht den Anfang! Obwohl seit der Fertigstellung der ersten Kapitel mittlerweile fast drei Jahre vergangen sind, bleibt das Thema des Romans sehr aktuell: Kilian Leypold möchte euer Interesse für das Leben und Denken einer einsamen Frau wecken, die auch gut eure alte Nachbarin von Nebenan sein könnte.
Lena Ullrich, GEOlino.de

"Der Tiger unter der Stadt" ist ein ungewöhnliches Buch, vollgestopft mit lustigen, spannenden, unheimlichen und nachdenklichen Einfällen und zwei sehr sympathischen Hauptpersonen: Jonas, dem genauen Beobachter, und Lippe, dem Witzbold, der viel über Tiger weiß. Ein Superteam, mit dem man gern im nächsten Sommer ein neues Abenteuer erleben möchte.
Olga-Louise Dommel, Bayerischer Rundfunk, 2010

Der Ausgangspunkt des Romans ist einigermaßen phantastisch: zwei Jungs entdecken in der Kanalisation einen sibirischen Tiger, in dessen Körper eine alte Frau steckt. Doch Kilian Leypold gelingt es, dieses moderne Märchen mit soviel Gespür für die Gefühle und Ängste seines jungen Helden Jonas und seiner ganz und gar nicht intakten Familie zu erzählen, dass man als Leser schon nach wenigen Seiten gefesselt ist und bis zum spannenden Showdown am Schluss (und dem wunderbar poetischen Epilog) gar nicht mehr aufhören mag. In seiner Mischung aus Alltagsrealismus und phantastischen Abenteuern erinnert mich dieses Buch an die (…) tollen tschechischen Kinderfilme aus den 70er Jahren. Ein Buch, das 10-12jährige sicherlich fesseln wird, aber auch älteren Lesern gefallen dürfte. Und ich würde mich nicht wundern, wenn die Geschichte in ein paar Jahren im Kino noch mal auftaucht…
Bernhard Jugel