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Pressestimmen
33 Bogen und ein Teehaus

Und so beschreibt die erwachsene Zaeri-Esfahani die Revolution und ihre Folgen aus der Sicht des kleinen Kindes, das sie damals war. Ein Kind, das die Geschehnisse aufmerksam verfolgt, meist aber nicht versteht. Sie fragt nach, die Erwachsenen erklären, das Kind versucht Schlüsse zu ziehen... Zaeri-Esfahani erinnert sich in einer knappen, einfachen, am Duktus des Kindes orientierten Sprache mit gelegentlich märchenhaft-poetisierenden Arabesken. An einigen Stellen hat ihr Ton auch etwas anektodenhaft Heiteres.... Die studierte Sozialpädagogin war lange in der Betreuung von Asylbewerbern tätig. Sie kennt das Thema Flucht und Migration somit aus verschiedenen Perspektiven. Sie weiß, wovon sie redet und warum man darüber reden muss... In jeder Zeile des Buches spürt man das riesige integrative Potenzial der Kinder. Und man versteht: Man muss ihnen nur die Möglichkeiten geben, es zu nutzen. Naiv ist dies an keiner Stelle, denn Zaeri-Esfahani erzählt auch von Schwierigkeiten: verständnislose Beamten, aggressive Mitbewohner im Flüchtlingsheim, ausgrenzende Mitschülerinnen. Klar ist aber auch, solches Verhalten entsteht, wenn man die Geflüchteten nicht als Individuen sieht, sondern als Teil einer oder . Oder als verwaltungstechnisches Problem.
Hartmut El Kurdi, Die ZEIT 09.09.2016

Sehr berührend erzählt die Autorin, konsequent aus kindlicher Sicht, von Abschied, Verlust und Verzweiflung... Hilde Elisabeth Menzel, Süddeutsche Zeitung

Wie sich Menschen fühlen, die plötzlich zu Flüchtlingen werden, illegal und ungemocht sind, die die fremde Sprache nicht verstehen, vermittelt dieses energiegeladene Buch, das Mehrdad Zaeri-Esfahani, Illustrator und Bruder der Autorin, mit märchenhaften Vignetten bebildert hat. Ruth Rousselange, Saarbrücker Zeitung

Mehrnousch Zaeri-Esfahani erzählt ihre eigene Geschichte, ganz nüchtern und stringent - und doch klebt man an ihren Lippen. (...) Trotzdem erdrückt ihre Geschichte nicht, sondern macht Mut. Judith Burger, Logbuch Kreuzer-Beilage zur Leipziger Buchmesse 2016

Wie bereitwillig Kinder doch eine neue Heimat annehmen, schildert Zaeri-Esfahani ... in kurzen Sätzen, die von viel Verständnis, nicht nur für das eigenen Kindsein zeugen. Eva-Maria Magel, FAZ

Nicht nur die traurigen und heiteren Anekdoten, die Erinnerungen des kleinen Mädchens an ihre ersten Schultage ohne Deutschkenntnisse, an besondere Begebenheiten und Momente machen die Geschichte der Familie Zaeri-Esfahani lesenswert. Vor allem aber die Sicht des iranischen Mädchens auf das neue Leben in Deutschland, das Staunen äber die „komischen Dinge […], die die komischen Fremden in diesem komischen Land taten“, berührt und regt zum Nachdenken an.
(...) ihr älterer Bruder, ein Künstler, hat ihr Buch illustriert. „33 Bogen und ein Teehaus“ zeigt damit neben der lebendig erzählten Familiengeschichte auch eines: die Bereicherung für das Leben und die Literatur Deutschlands durch eine ehemalige Flüchtlingsfamilie.
www.literaturkritik.de

Mehrnousch Zaeri-Esfahani erzählt ihre eigene Geschichte, ganz nüchtern und stringent – und doch klebt man an ihren Lippen. (...) Mit ruhigen, eindringlichen Worten macht sie begreiflich, was es heißt, immer wieder die Zelte abzubrechen, nichts zu verstehen, beschimpft zu werden, ohne Perspektive zu sein. (...) Trotzdem erdrückt ihre Geschichte nicht, sondern macht Mut.
Logbuch, Kreuzer-Beilage zur Leipziger Buchmesse 2016

Ihre Sprache duftet nach Kardamom, sie schimmert farbig wie die Oberfläche alter Orientteppiche. Und doch: Mehrnousch Zaeri-Esfahani erzählt von Kindern auf der Flucht. (...) Warum sollte ein Kind heute das lesen wollen? Vielleicht, um die Szenen besser zu verstehen, die ständig über alle Bildschirme flimmern. Vor allem aber: Weil so wunderbar poetisch und ungekünstelt erzählt wird. (...) Ganz märchenhaft ist dieselbe Reise in „Das Mondmädchen“ geschildert. (...)
Ines-Bianca Vogdt, 1000 und 1 Buch Mai 2016

Das Mondmädchen

Es ist ihre eigene Geschichte, erzählt aus der Sicht des Kindes, das sie war, mit der eigenen Mischung aus Erlebtem, Beobachtetem und dem Einfluss von Märchen und Geschichten, die ihren Kinderalltag bestimmten. Gerade diese Perspektive, ohne Erklärungen, ohne Bewertungen oder sogar Verurteilungen, verwoben mit der kindlichen Fantasie, in der Tiere sprechen und Feen existieren, geben dieser Erzählung eine Intensität und einen Zauber, dem man sich nicht entziehen kann oder möchte. Die Magie wird verstärkt und ergänzt durch die Illustrationen ihres Bruders. In edlen Grautönen mit silbernen Buchstaben wirken sie wie im Mondlicht betrachtet, unwirklich schön, traumdicht und spiegeln nicht nur den Titel Das Mondmädchen und stellen Motive der Erzählung dar, sondern verleihen eine zusätzlich Dimension.
Barbara Bursch, Alliteratur Themenheft: In der Fremde

 
33 Bogen und ein Teehaus
Die Besten Sieben, April 2016
Luchs des Monats Sepember, 2016
Kids Best Books
White Raven List, 2016
LesePeter, Februar 2017
 
Das Mondmädchen
Nominierung für den Kinder- und Jugendbuchpreis 2015 der Stadt Oldenburg.